Mitarbeiter zu selbstständigen Problemlösern machen - wie geht das?

Dein wichtigstes Tool hierfür: Fragen stellen!

Deine Mitarbeiter kommen immer zu dir, wenn sie auf größere Probleme stoßen? Du bist als Problemlöser, den man immer fragen kann, bekannt? Und du freust dich, dass dir jedes Mal eine gute Lösung einfällt? Das ist prima, denn es ist ein Zeichen von viel Fachkompetenz. Doch Vorsicht: Achtung Falle! In Wirklichkeit hast du gar nicht die Zeit, alle Probleme deines Teams zu lösen. Es ist vielmehr wichtig, dass deine Mitarbeiter selber zu Problemlösern werden und an Kompetenz immer mehr dazu gewinnen. Lass die Probleme dort, wo sie hingehören - bei deinen Mitarbeitern. Deinen Expertenstatus musst du dafür nicht aufgeben!

Mache deine Mitarbeiter zu selbstständigen Problemlösern!

Wie bekommst du es hin, dass dein Team mehr und mehr selber denkt und Probleme eigenständig löst? Indem du nicht wie bisher die Lösung vorgibst, sondern deine Mitarbeiter mit Fragen auf den Weg bringst. So lernen sie, das Problem Schritt für Schritt zu erschließen und die Lösungen selbst zu entdecken. Und sie werden immer mutiger, den eigenen Kopf zu benutzen. Frage zum Beispiel:

  • „Welche Optionen sind denkbar/möglich?“
  • „Wie würden Sie an meiner Stelle das Problem lösen?“
  • „Was schlägst du vor, was wir tun sollten, um das Problem vom Tisch zu kriegen?“

Mit Fragen führen

Die meisten Mitarbeiter haben sich bereits viele Gedanken gemacht, sich aber noch nicht in der Rolle erlebt, die Lösungsverantwortung wie selbstverständlich zu übernehmen. So wird dir der Gefragte darlegen, wie er die Lage einschätzt, wo er Ansätze sieht oder auch Schwierigkeiten. Unterstütze ihn, indem du seine Gedanken aufnimmst, ihn ermutigst und ggfs. Anschlussfragen stellst.

  • „Deine Überlegungen kommen mir gut durchdacht vor. Denk mal weiter in Richtung …“
  • „Was würde passieren, wenn …“
  • „Was ist aus deiner Sicht die beste Lösungsidee? Was ist dir dabei wichtig?“
  • „Wie zufrieden bist du mit der Lösung?“

Nun kannst du es noch konkreter auf den Weg bringen, indem du fragst:

  • „Welche Unterstützung benötigst du noch von mir – oder von anderen?“
  • „Was willst du als Erstes tun?“

Lass dich überraschen, welche Fortschritte deine Mitarbeiter machen werden! Aber wichtig: Lass sie nicht alleine!

Dein Wunsch, dass sie das Problem jetzt eigenständig lösen, entlässt dich nicht aus der Verantwortung, sie in diesem Entwicklungsschritt zu mehr selbstständiger Lösungskompetenz zu führen. Das heißt konkret, du solltest dran bleiben. Frag regelmäßig nach, wie weit die Lösung fortgeschritten ist und bleibe als Sparringpartner aktiv am Ball. Es lohnt sich, denn in Zukunft wird dein Team immer eigenständiger zurechtkommen und du gewinnst Zeit für die wirklich dringenden Herausforderungen. Oder für dich selbst. Weniger Überstunden und mehr Erfolg sind doch ein lohnenswertes Ziel, oder?